START                           KONTAKT INFOS





                                                © Sarah-Lena Ellerbrock

Am Anfang war das Wort.
Das Wort schuf Gedanken und Gefühle.
Doch sie waren leer und ungeordnet,
und Dunkelheit lag in der Tiefe.
Stimmen schwebten über dem blinden Bewusstsein.
Aus Verständnis entstand Bedeutung.
Und durch Bedeutung begann das Wort,
sich selbst zu erkennen.
Gott ist tot.
Und mit ihm auch der freie Wille.
Dadurch spaltet sich das blinde Bewusstsein.
Man wird bewusster Beobachter seines Seins.
Die Identifikation verschiebt sich
vom Menschen zum Antispeziesisten.
Geschlechter, Glaube, Kulturen und Herkunft
verlieren ihre Bedeutung.
Das existenzielle Bewusstsein öffnet sich 
jenseits von Natur und Spiritualität.
Gott ist geboren.

Ich glaub, ich könnte jetzt glücklich sein.
Doch das macht mich nicht mehr glücklich.
Ich schau in deine Augen. Du zeigst dich mir –
nackt und ungefiltert im Jetzt und Hier.
Unendlich viele Seelen, voller Leid und Liebe.
Fürchte dich nicht.
Denn in allem, was ich erkenne,
sehe ich auch mich.










„sapio“
ist die fotografisch Weiterentwicklung
der Serie feminin. Während die vorherige
Werkreihe den freien Ausdruck, Identität und
Selbstbestimmung in den Mittelpunkt stellte,
richtet sich sapio auf die Welt hinter der
sichtbaren Oberfläche. Sprache, Gedanken,
Bewusstsein und Charakter werden zum
eigentlichen Porträt. Schönheit entsteht nicht
allein durch das Sichtbare, sondern durch das,
was ein Mensch denkt, fühlt und ausdrückt.


Die neuen Arbeiten werden erstmals
im Rahmen der Ausstellung präsentiert.
Vorab-Reservierungen sind möglich.





Die Serie feminin entstand 2018 in Berlin und beschäftigte sich mit Identität, Ausdruck und weiblicher Selbstbestimmung. Schrift wurde dabei nicht als dekoratives Element verstanden, sondern als Teil der Persönlichkeit. Die Arbeiten wurden in Berlin, München und Lüneburg ausgestellt und vollständig verkauft. 


SAPIO führt diese Auseinandersetzung
konsequent weiter und verlagert
den Fokus vom sichtbaren Ausdruck
auf Sprache, Denken und Bewusstsein.



Keine Werk auf Lager.











Bassam Yousef




Geboren in Damaskus und aufgewachsen in Braunschweig und Lüneburg, geprägt durch Lebensstationen in Berlin, Wien und Málaga, entsteht eine künstlerische Arbeit zwischen unterschiedlichen kulturellen Räumen, Sprachen und Lebensrealitäten.

Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Wort und Bild. Sprache, visuelle Elemente und Gedanken werden zu künstlerischem Material, das Emotion, Erinnerung und Bedeutung untersucht. Die Arbeiten beschäftigen sich mit der Frage, wie Zeichen, Bilder und Begriffe unsere Wahrnehmung formen.

Beeinflusst von Denkern und Autoren wie Hermann Hesse, Arthur Schopenhauer, Irving Yalom, Carl Jung und Friedrich Nietzsche, liegt der Fokus auf konzeptueller Kunst sowie Fragen nach Identität, Bewusstsein und Sinn.

Neben der bildenden Kunst findet Sprache auch in performativer Form Ausdruck – durch Songwriting, Produktion und DJ-Arbeit. Unabhängig vom Medium bleibt die Verbindung von Ausdruck, Wahrnehmung und menschlichem Bewusstsein der zentrale Ausgangspunkt.

Kunst wird als offener Raum für Reflexion verstanden, in dem persönliche Erfahrungen und universelle Fragen aufeinandertreffen.



                                                  © Sarah-Lena Ellerbrock